Geschichte

Nach der Geburt

Bei meiner Geburt (Dezember 1978) habe ich Spitz-Klumpfüße gehabt und möchte euch meine Erfahrung bzw. Geschichte erzählen:

Der 1. Gips

Von meiner 2. Lebenswoche an bis Ostern 1979 trug ich Gips auf den Beinen bis zur Hüfte, dann nur bis zum Knie. Dieser Gips wurde anfangs 2x wöchentlich und nach 4 Wochen 1x wöchentlich gewechselt. Bei jedem Gipswechsel wurde der Fuß immer mehr in eine gerade Position gebracht.

1. Operation

Dann hatte ich Spitzfüße. Um die Füße abbiegen zu können, wurde mit 9 Monaten die Achillessehne verlängert.

Gehversuche

Erst mit 1 1/2 Jahren machte ich erste Gehversuche. Die Zehen waren noch ganz normal. Ich bin vor allem auf den Fersen gegangen und habe mich mit der großen Zehe abgestützt. Dadurch haben sich die 1. und 2. Zehe stark verkrümmt. Ich musste hohe Schuhe tragen, die sehr bequem waren, damit mir diese Zehen nicht wehgetan haben.

2. Operation

Als ich 15 Jahre alt war, sagte mir mein orthopädischer Arzt, dass ich operiert werden soll, wenn mein Wachstum abgeschlossen ist. Im Jahr 1996 war es soweit, und ich wurde operiert. Die großen Zehen wurden versteift, damit sie gerade bleiben.

Vor 2. Operation (1996)

jetzt

Im selben Jahr besuchte ich die Fahrschule und machte meinen Führerschein.

Ich bin so froh, dass ich mich operieren ließ. Ich hatte immer kalte Füße und konnte die Zehen kaum bewegen. Durch die Operation sind die Zehen etwas wärmer geworden, und ich kann die Zehen schon besser bewegen. Ich glaube, dass die Operation irgendwie die Zehen „aufgeweckt“ hat. Sie sind besser durchblutet.

Trotz der Operation habe ich ab und zu Schmerzen. Meine Füße sind nicht so belastbar.

Als ich als Trainerin gearbeitet habe, bin ich sehr viel gegangen und gestanden. Durch die starke Belastung sind die Schmerzen stärker geworden, besonders der Knöchel tut mir immer wieder weh.

2006

Da bin ich zu meinem orthopädischen Arzt gegangen. Er meinte, dass meine große Zehe noch einmal operiert werden könnte. Ich sagte ihm, dass diese Zehe mir nicht weh tut, sondern die 2. Zehe.

Dann bin ich zum Orthopädie-Techniker, der mir Einlagen macht, gegangen. Er erklärte mir ausführlich, wie sich meine Füße entwickelt haben. Ich war überrascht.

Mein linker Fuß hat sich nicht gut entwickelt.
Mein rechter Fuß hat sich fast normal entwickelt.

Der Orthopädie-Techniker meint, dass ich mich erst in 10 Jahren, falls nötig, operieren lassen soll, da ist dann vielleicht eine Knorpelverpflanzung möglich. Jetzt ist die Technik für Knorpelverpflanzung nicht so gut, sie muss noch weiter entwickelt werden.

Einlagen

Ich trage schon mein ganzes Leben Einlagen.
Die Einlagen werden jährlich erneuert.

Wenn ich keine Einlagen trage, tun mir meine Füße und auch mein Wirbelsäule weh.